8 Thesen zur Zukunft von Lehr- und Lernräumen an Hochschulen (Beitrag UFF 2023)
Hast Du schon einmal versucht, Räume und Orte in Deiner Organisation umzugestalten und neu zu denken?
In diesem Blog Post möchte ich Dich mitnehmen auf eine spannende und lohnende Reise zu “neuen Räumen”. Eine Reise, die viele Potentiale aufzeigt, auf der aber auch viele Hürden überwunden und neue Wege gesucht werden müssen.
Gemeinsam mit Tobias Scheeder (Innenarchitekt und Dozent an der TH Köln) sowie dem gesamten Team des Projekts REDiEE (Roll-Out and Empowerment in Design and Engineering) haben wir uns mit der Neukonzeption von Lehr- und Lernräumen für die hybride Lehre an der TH Köln beschäftigt. Dabei geht es genauso um Raumqualität und Ausstattung, wie um Lehrkonzepte und Stundenpläne.
Ich möchte in mehreren Thesen über unsere Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem STiL-Projekt REDiEE (Roll-out, Empowerment, Design in Engineering Education) zur Entwicklung von Räumen für immersives und hybrides Lehren und Lernen an der TH Köln berichten, unsere Lösung vorstellen und diskutieren.
Außerdem möchten wir zeigen, wie in einem solchen Projekt – zur räumlich-technischen Ermöglichung hybrider Lehrkonzepte – die Einbindung von wichtigen Akteuren wie Lehrenden, Studierenden und Raumverantwortlichen gelingen kann. Wir haben dazu einen Prozess gewählt, der den Prinzipien und dem Mindset des Design-Thinking-Ansatzes folgt. Dieses Vorgehen erlaubte es uns, flexibel nach Lösungen zu suchen und diese je nach Wissensstand zu iterieren.
Wir wollen unsere Erfahrungen mit Euch teilen und Euch neue Argumente und Anstöße für Eure alltägliche Arbeit mitgeben – mit einem Augenzwinkern zurückblicken auf die Hindernisse, Zwischenziele und Herausforderungen.
Unsere Erkenntnisse in 8 Thesen1) Der Raum bestimmt das Denken!
Foto: Annie Pratt (links) und Slidebean (rechts) via Unsplash
Ausgehend von der These, dass der Raum das Denken bestimmt und dem Wissen, dass die Herausforderungen der Gegenwart eine neue Art zu arbeiten, zu lehren und zu lernen, also “zu denken” erfordern, leiten sich in der Folge in unserer Arbeit weitere 7 Thesen ab, die wir teilen und zur Diskussion stellen möchten. Außerdem ordnen wir den Thesen passende Erfahrungsaspekte und Gute-Praxis-Ansätze aus unserem Projekt zu.
Wir glauben, dass ein “neues Denken und Arbeiten” – also ein lösungsorientiertes, kollaboratives, kreatives, mehrdimensionales, transdisziplinäres, systemisches und flexibles Denken und Arbeiten heute wichtig ist und in der Zukunft noch wichtiger sein wird für Gesellschaft, Hochschulen und Absolventen. (vgl. Future Skills, Ulf-Daniel Ehlers, 2020)
So wird auch von Arbeitgebern unter dem Stichwort “Employability” ein Hinwirken auf die Befähigung der Studierenden zu dieser Art des Denkens und Arbeitens von den Hochschulen eingefordert.
Räume an Hochschulen mitsamt ihrer Architektur, Ausstattung und Funktion spielen dabei eine wichtige Rolle, weil sie Potentiale besitzen, Arbeitsmodi und Situationen zu ermöglichen oder zu verhindern, Stimmungen zu fördern oder zu unterminieren, Verhalten zu begünstigen oder zu erschweren. Schlicht, das Denken der in ihnen agierenden Personen zu beeinflussen.
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2) Das Denken bestimmt den Raum!
Foto: Dom Fou via Unsplash
Die vielleicht wichtigste Frage für Hochschulen in Zusammenhang mit Digitalisierung und hybriden Lehrkonzepten lautet “Welchen Mehrwert bietet die Hochschule als Ort? Also welche Funktion erfüllen die Räume zu welchem Zweck? Warum überhaupt sollten Studierende und Lehrende die Hochschule als Ort aufsuchen?”
Diese Frage stellte sich auch schon vor der Pandemie und hängt zusammen mit der Digitalisierung und der daraus folgenden Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Inhalten mit hoher didaktischer und fachspezifischer Qualität, außerhalb der Wissens-, Lehr- und Forschungsinstitution Hochschule.
Durch die mit der Pandemie einhergehenden Herausforderungen der Durchführung einer weitestgehend ortsunabhängigen Lehre (im Zuge der bekannten Einschränkungen) hat sich die Frage schließlich – wenn auch nicht immer offen und explizit formuliert – in einem breiteren Bewusstsein festgesetzt und verlangt nach nachhaltigen und skalierbaren Antworten. Ein Teil der Antwort besteht in der Erkenntnis, wie wichtig für Studierende (und Lehrende!) das projektbezogene interdisziplinäre Arbeiten und Kollaborieren in gemeinsamen Räumen (oder an gemeinsamen Orten) ist. Gerade weil sich so ein voneinander Lernen sich fast beiläufig ergibt, da diese gemeinsam frequentierten Räume und Orte zufällige oder spontan verabredete physische Begegnungen ermöglichen und begünstigen. Zufällige Begegnungen stellen für eine lernende Organisation ein enorm wichtiges Potential dar. Beispiel Co-Working Spaces, Maker Spaces, Bürogemeinschaften, Ateliers. An diesen “gemeinsamen” Orten entsteht Sichtbarkeit von Prozessen, Ergebnissen und Aktivitäten. Diese Sichtbarkeit ist Grundvoraussetzung für Inspiration und Wissenserwerb.
Werden Räume an Hochschulen aus dieser Perspektive heraus neu gedacht, als Qualitäten und Potentiale einer Lehr- Lernerfahrung, als Plattform, Labor und Werkstätten für ein “neues Arbeiten und Denken”, als Ausdruck von Kollaboration und Wissensaustausch ergeben sich zusätzliche und teilweise völlig andere Anforderungen und Konzepte für deren Planung, Gestaltung und Ausstattung.
Lehr- und Lernräume müssen deshalb stärker mit aktuellen Themen in Einklang gebracht werden, wie ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit (Recycling/UpCycling, Inklusion), sinnlicher Raumerfahrung und Wahrnehmung (Materialien, situativ anpassbare Beleuchtung, Farbe, Texturen, Pflanzen), Erkenntnissen aus Motivations-, Sozial- und Organisationspsychologie (authentische und motivierende Räume, Aneignungs- und Abgrenzungsmöglichkeiten) oder auch Nutzererfahrung, Barrierefreiheit und Smartness (Betrieb, komplementierende und flankierende Dienstleistungen, Intelligente Vernetzung).
Im REDiEE Projekt haben wir uns daher von Anfang an intensiv mit den Themen Raumwahrnehmung und Wirkung von Farben auf das Raumempfinden beschäftigt. Unsere Erkenntnisse aus dieser intensiven Auseinandersetzung liegen den Entscheidungen für formale Gestaltungsparameter der Raumzonen und Ausstattungskonfigurationen zugrunde.
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3) Der Lehr- und Lernraum ist größer als der physische Raum!
Foto: Lucrezia Carnelos via Unsplash
Wenn wir Lernräume konsequent in allen relevanten Aspekten durchdenken wird klar, dass sich Lehr- und Lernräume über den physischen Raum hinaus in viele Dimensionen und Richtungen erweitern. Es geht dann auch um den digitalen Raum, den Studierende und Lehrende gemeinsam nutzen und um die Bereiche der Überschneidung von digitalem und physischem Raum, also einer Dimension von Hybridität. Es gilt ein zentralistisches Modell von Hochschule zu überwinden und die Dezentralisierung von Lehren und Lernen als Möglichkeit zu erkunden. Es geht darum, in Netzwerken von Orten und Räumen zu denken.
Hinzu kommt der soziale Raum an einer Hochschule, samt unterschiedlicher Konstellationen von privaten und öffentlichen Räumen verschiedener Grade. Studierende und Lehrende treffen in Räumen und an Orten zusammen, die die Möglichkeiten und die Qualität dieses Zusammentreffens durch ihre Beschaffenheit beeinflussen. Gibt es zum Beispiel eine Sitzecke im Lehrraum, in der Studierende mit Lehrenden im informellen Gespräch bei einem Kaffee zusammentreffen oder können Studierende sich mit fernanwesenden Studierenden und Lehrenden in einem virtuellen oder hybriden Raum begegnen? Wie lassen sich Orte und Räume untereinander vernetzen und wie kann nach außen für die Community an einer Hochschule ortsunabhängig sichtbar werden, was in den Räumen der Hochschule erarbeitet wird und wie diese genutzt werden?
Im REDiEE Projekt entsteht zu diesem Zweck eine Art digitaler Zwilling, der zum einen die Handhabung von dezentral an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Räumen verteilten Komponenten vereinfachen und möglichst übergangslose Arbeitssitzungen an verschiedenen Orten ermöglichen soll und der zum anderen die Aktivitäten im Zusammenhang mit der Nutzung der REDiEE Komponenten der Hochschulcommunity sichtbar machen und präsentieren soll.
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4) Es braucht Mut zu neuen Raumnutzungskonzepten!
Foto; Toa Heftiba via Unsplash
Welche Räume bieten einen Mehrwert für Präsenzarbeit der Studierenden und welche Räume werden durch digitale Lernerfahrungen zunehmend obsolet. Braucht es noch Hörsäle oder können diese Räume besser für andere Aktivitäten genutzt werden, weil Lehrende ihre Vorlesungen zunehmend online als Aufzeichnung zur vom physischen Raum entkoppelten Rezeption anbieten?
Wie lassen sich Räume so gestalten, dass sie sich schnell flexibel anpassen lassen an unterschiedliche Anforderungen, Lehrkonzepte und Situationen? Wie können sich Hochschulen Räume teilen, mit Organisationen wie Vereinen, öffentlichen Einrichtungen oder kommerziellen Akteuren?
Für neue Räume braucht es kreative und mutige Ideen zur Erprobung neuer hybrider Nutzungen und zu einer veränderten Priorisierung der Nutzungszuordnung für die entsprechenden neuen Lehr- Lernsettings. Auch die Frage der Zugänglichkeit solcher Räume für die Studierenden ist wichtig. Was nutzen neue Räume, die eine neue Qualität der Kollaboration und des Studierens ermöglichen, wenn sie Studierenden nicht dauernd und ohne große bürokratische oder organisatorische Hürden zur Verfügung stehen.
Aus dem REDiEE Projekt heraus ergeht daher auch eine Empfehlung an alle Lehrenden. Nutzt die mit REDiEE Komponenten und Modulen ausgestatteten Räum in der Lehre, aber verlegt nicht einfach die Lehrveranstaltungen in den REDiEE Raum! Studierende sollen REDiEE Räume vor allem zum gemeinsamen Arbeiten an Aufgaben für Lehrveranstaltungen und Projekte nutzen. Lehrende bewegen sich in REDiEE Räumen prioritär als Berater und Gesprächspartner.
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5) Neue Räume brauchen neue Rollen
Foto: Sebastien Bonneval (links) und Thisisengineering (rechts) via Unsplash
Wer kümmert sich um den Betrieb der Technik in den neuen Räumen, wenn eine zentrale IT-Abteilung das nicht immer ausreichend leisten kann? Wie kann ein Lehrender im und mit dem Raum als Coach agieren? Wie können Studierende lernen, ihren Prozess und ihre aktuellen Arbeitsstände zu teilen und mit anderen zu diskutieren und so voneinander lernen, wenn die Entwicklung einer Idee oder eines Lösungsweges aktuell noch als Wettbewerbsvorteil lieber vor den anderen Studierenden verborgen wird?
Alle Beteiligten sind herausgefordert, ihr tradiertes Rollenverhalten zu reflektieren und zu verändern. Dazu muss ein transparentes didaktisches Konzept als übergreifendes Rahmenwerk mit Bewertungskriterien und Prinzipien Lehrenden und Studierenden zur Verfügung stehen und gut verständlich vermittelt werden.
Im REDiEE Projekt greift das Projektteam auch auf die Expertise an den Fakultäten zurück. So entwickelt der Fachbereich Informatik einen digitalen Zwilling der konzipierten Räume und weitere Kooperationen zu Lehrkonzepten, Makerspaces und Raumbuchungssoftware sind bereits in Vorbereitung. Die so entstehenden Beiträge verbessern die Nutzer*innenerfahrung der Raumnutzung und füllen Mängel an Ressourcen in zentralen Organisationseinheiten auf.
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6) Eine Erweiterung der Raumerfahrung durch digitale Kommunikations- und Kollaborationsumgebungen erfordert eine Anpassung der IT-Strategie.
Foto: Ux-indonesia via Unsplash
Zusätzlich zu zentralen IT-Organisationseinheiten braucht es dringend die Schaffung von vernetzter dezentraler Kompetenz in der Beschaffung, Einrichtung und dem Betrieb von digitaler Infrastruktur.
Jeder Fachbereich und jede Fakultät benötigt zusätzliches geschultes Personal, ausgestattet mit den entsprechenden administrativen Rechten und organisatorischer Autonomie. Gleichzeitig müssen zentrale IT-Einheiten ihre neue Rolle als Ermöglicher von Eigenengagement und Unterstützer der dezentralen Mitarbeiter verstehen und weniger als Hüter und Beschaffer monolithischer Soft- und Hardware Infrastruktur. Vielmehr geht es zukünftig darum, dezentrale Einheiten zu schulen und mit allem zu versorgen, was diese für die Realisierung eigener Vorhaben benötigen.
Darüber hinaus sind zentrale Organisationseinheiten gefordert sicher zu stellen, dass ein übergreifender Austausch zwischen den verschiedenen dezentralen Einheiten stattfindet, so dass Wissen weitergegeben wird und sich erfolgreiche “Gute Praxis”-Beispiele herausbilden und für möglichst viele Fachbereiche, Fakultäten und Studiengänge skalieren lassen.
Das REDiEE Projekt wirbt in Gremien wie Expertisezirkeln und im Gespräch mit den Verantwortlichen offensiv für eine Weiterentwicklung der IT-Strategie und eine neue Rollen- und Aufgabenbeschreibung für die zentrale IT Organisationseinheit.
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7) Hybride Lehr- und Lernerfahrungen müssen raumübergreifend und mehrdimensional als NutzerInnenerfahrung gedacht und gestaltet werden! Das ist eine enorme Herausforderung!
Foto: Amelie Mourichon via Unsplash
Dazu müssen Lehrkonzepte von Anfang an hybrid und raumübergreifend gedacht werden! Curricula müssen hybride Lehrkonzepte ermöglichen. Aktuell stellen gerade Curricula und Stundenpläne große Hürden bei der Implementierung hybrider Lehrveranstaltungen dar.
Es braucht eine fortwährende Reflexion und Rückkopplung aus der Durchführung hybrider Lehr- und Lernszenarien in die Arbeit an Curricula, Regeln und Stundenplänen. Curricula und andere übergreifende Regelwerke und Rahmenbedingungen müssen stetig und mutig an die neuen Anforderungen angepasst werden. Das bedeutet für viele Hochschulen einen Kultur- und Wertewandel, der durch einen geleiteten Transformationsprozess begleitet werden sollte.
Die Verfügbarkeit und der gesicherte nachhaltige Betrieb einer technischen Ausstattung zur Durchführung von hybriden Lehrveranstaltungen ist Grundvoraussetzung, reicht aber alleine nicht aus. Es braucht zusätzlich eine Schulung von Lehrenden und Mitarbeiter*Innen in der Nutzung und Konfiguration dieser technischen Ausstattung.
Voraussetzung von guter hybrider Lehre ist auch das Beherrschen der Lehre als Blended Learning. Der Flipped Classroom Ansatz ist dabei nur ein Baustein im Baukasten der Lehrkonzeption. Lehrende müssen zielgerichtet unterscheiden zwischen synchroner Kommunikation gekoppelt mit praxisorientierten Experimenten und asynchronen, theoriezentrierten Frontaleinheiten.
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8) Beschleunigte technologische Entwicklungen werden zur Herausforderung für rigide Organisationen. Hochschulen brauchen ein hohes Maß an Kreativität, Agilität und Fehlertoleranz.
Foto: Xavi Cabrera via Unsplash
Künstliche Intelligenz, Low-Code Technologien, intelligent-vernetzte Umwelt, Virtual und Augmented Reality sind nur einige der technologischen Entwicklungen, die nahezu zeitgleich einen fortgeschrittenen Reifegrad und eine große Verfügbarkeit erreichen. Viele technische, finanzielle und bedienungsbezogene Hürden sind stark abgesunken oder werden in den nächsten Jahren stark absinken.
Die Integration dieser Technologien in die Lehre und das Arbeiten an Hochschulen stellt enorme Herausforderungen dar. Vor allem weil viele Hochschulen und deren Organisationseinheiten aktuell auf Kontrolle und Fehlervermeidung statt Experimentierfreude und Gestaltungslust ausgerichtet sind. “Move fast and break things” wird man in Gremiensitzungen und Expertisezirkeln an Hochschulen derzeit wohl eher noch nicht zu hören bekommen. Genau darum wird es aber gehen müssen, wenn Hochschulen zeitgemäß bleiben, geschweige denn wieder zukunftsorientiert werden wollen. Es wird demnach Aufgabe von Hochschulen sein, zum Einen einen beherrschbaren Rahmen und eine Kultur zu schaffen, in dem schnell und agil Neues geschaffen und ausprobiert werden kann. Und zum Anderen Prozesse und Praktiken zu entwickeln, die es erlauben, dass die gesamte Organisation von diesen vielfältigen kleinen, mittleren und großen “Trial and Error”-Versuchen – im Sinne eines neugierig und optimistisch vorwärts stolpernden Suchen nach der Zukunft – lernen und profitieren kann.
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Einige ausgewählte weiterführende Informationen zum Thema
Diese Ressourcen bieten eine gute Mischung aus theoretischen Konzepten und praktischen Anwendungen, um dein Verständnis für die Gestaltung und Konzeption von Lehr- und Lernräumen zu vertiefen. Beachte, dass die Podcasts oft aktuelle Einblicke und Perspektiven bieten, während die Bücher eine umfassendere Grundlage schaffen können.
Buchempfehlungen zum Thema (teilweise auch auf deutsch erhältlich)
Basierend auf Forschung zum Einfluss von Bewegung auf Kognition unter Berücksichtigung räumlicher Bedingungen sammelt und beschreibt Susan Hrach Strategien zur Einbeziehung von Bewegung in Lehren und Lernen.
"Space for Creative Thinking: Design Principles for Work and Learning Environments"
Christine Kohlert, Scott Cooper
Es existieren umfangreiche Studien zum Design von Räumen, die kreatives Denken in höchstem Maße fördern. Dieses Buch erforscht auf allen Ebenen, was für die Gestaltung und Ausführung dieser „Kreativräume“ nötig ist. Konkrete Planungsprinzipien werden anhand von 20 herausragenden Projektbeispielen sowie zahlreichen Experteninterviews illustriert.
"Place Advantage: Applied Psychology for Interior Architecture"
Sally Augustin, Neil Frankel, Cindy Coleman
Evidenz-basierte und wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über den psychologischen Einfluss von (gebauter) Umwelt auf Einstellungen und Verhalten. Beschreibung der Einflussfaktoren für eine gelungene Raumerfahrung. Schon etwas älter aber immer noch relevant für alle, die sich bei der Planung, Konzeption und Gestaltung von Orten und Räumen auf wissenschaftliche Erkenntnisse beziehen wollen.
Links und Blog Posts (teilweise in englischer Sprache)
Podcasts
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"THINK & DO - Neue Architektur für das Lehren und Lernen” Podcast des Stifterverbandes
In dieser Folge sprechen wir mit Carsten Wiewiorra über gute Lernarchitektur an Hochschulen. Der Begriff bezeichnet die Wechselbeziehung von Architektur und Pädagogik.
Autorenprofil
Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung als Designer, Berater und Design Manager - selbständig und in Agenturen - arbeitete ich heute frei in unterschiedlichen Konstellationen und Teams zu den Themen nutzerzentrierte Innovationsprozesse, designgetriebene Innovation, Organisationsentwicklung, digitale Produkte, Service Design und Interaktionsdesign.
Was ich weiß und was ich lerne, teile ich auf diesem Blog.
Quellen
Ehlers, U.-D. (2020). Future Skills: Lernen der Zukunft - Hochschule der Zukunft (Zukunft der Hochschulbildung - Future Higher Education) (1. Aufl). Springer VS
Stifterverband (o. J.): Future Skills, https://www.stifterverband.org/future-skills, [28.05.2024]
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